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Montag, 09. August 2004, 22:00:00 +02:00


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Montag, 9. August 2004

In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50.000 Menschen gegen die Hartz-IV-Gesetze
Leipzig/Deutschland. Die vor allem bei vielen Politikern umstrittene Benutzung des Begriffs „Montagsdemonstration“ sorgt für eine breite Debatte in den Medien. Die Organisatoren der zahlreichen angemeldeten Protestzüge gegen die Eingriffe in den Sozialstaat durch Hartz IV, etwa in Magdeburg, Suhl, Gera, Rostock aber auch in den westdeutschen Städten Dortmund, Gelsenkirchen und Remscheid wiesen diese Kritik als unstimmig zurück, so der Leipziger Pfarrer Christian Führer. Am Abend fanden Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau (Hartz IV/ Agenda 2010) u.a. in Dessau, Magdeburg (12.000 Teilnehmer), Halle (3000), Aschersleben, Gera und Leipzig (10.000) statt. In den alten Bundesländern u.a. in Hamburg und Gelsenkirchen.
Deutschland. Nach seiner Rücktrittsforderung gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder steht der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine in seiner Partei stark in der Kritik. Es wurde sein Austritt aus der Partei und sogar ein Parteiausschlussverfahren gefordert. Eine mögliche neue Linkspartei würde bei einer Unterstützung Lafontaines nach einem Austritt aus der SPD laut Wahlforschern derzeit etwa 15-20 % der Wählerstimmen erhalten.
Athen/Griechenland. Erste Doping-Fälle überschatten laut Der Spiegel die Olympischen Spiele bereits vor ihrer Eröffnung. Ein irischer Leichtathlet hat das Schlucken unerlaubter Mittel eingestanden. Zwei Mitglieder der griechischen Baseball-Mannschaft wurden in der A-Probe positiv auf verbotene Mittel getestet.
Tokio/Japan. Ein Leck an einem 50 Zentimeter dicken Druckrohr im Mihama-Atomkraftwerk des Betreibers Kansai Electric Power Co. (Kansai Denryoku) etwa 320 Kilometer nordwestlich von Tokio hat mehrere Todesopfer und 10 Schwerverletzte verursacht. Aus dem Leck wo 200 Grad heißer Df ausgetreten ist, trete keine Radioaktivität aus, teilten die Behörden mit. Ein weiterer Reaktor des Betreibers Tokyo Electric Power Co. (Tepco) in Fukushima musste ebenfalls wegen eines Lecks am selben Tag abgeschaltet werden.
Quelle: Wikipedia